In der Aufstellungsarbeit steht immer die Arbeit mit einem System im Fokus. Dies kann z.B. das Familiensystem sein, von dem wir ein Teil sind, oder intrapersonelle Systeme, wie das von Körper, Geist und Seele. Systemaufstellungen können nicht-Gesehenes wie unbewusste Konflikte oder innere Blockaden sichtbar machen und nicht-Gefühltes ins Erleben bringen. Welches System man nutzt, um ein Anliegen zu bearbeiten, kann individuell sehr unterschiedlich sinnvoll sein. Ich arbeite sehr gerne mit intrapersonellen Systemen, da dabei der Fokus viel mehr auf einem selbst liegt, wo wir am meisten Einfluss nehmen können. Aber auch eine Kombination von verschiedenen Systemen kann manchmal sinnvoll sein. So, wie allgemein in meiner Arbeit, geht es auch bei dieser Art des Aufstellens in erster Linie um die Wahrnehmung und das Fühlen im physischen Körper. Ich gebe erklärende und anregende Impulse, arbeite aber nicht mit Lösungssätzen oder in anderer Form direktiv. Dadurch findet der Prozess sein eigenes Tempo und eine stimmige Intensität. Eine Aufstellung kann sehr intensive Prozesse in kurzer Zeit anregen und ist meiner Erfahrung nach oft ein erster Impulsgeber zur Aufdeckung von bis dahin Unbewusstem. Deswegen rate ich dazu, das Erlebte der Aufstellung später in Einzelarbeit nachzubereiten, damit es verkörperlicht wird und die gewünschte Veränderung im Alltagserleben bringen kann. Es kann sonst passieren, dass das neu Aufgedeckte zum Teil auf einer Verstandesebene verbleibt oder Teile wieder zurück ins Unbewusste verdrängt werden.